Gel[i]ebte Bücher

Bärige Kinderbuchzeiten © Liz Collet

Bärige Kinderbuchzeiten © Liz Collet

„Wie wunderschön ist es auf der großen bunten Wiese!“

So fängt das Buch an, in seinem ersten Kapitel „Teddy, der Ausreisser“.

Und wenn ich an die Wiesen rundherum im Blauen Land so denke, am Lago Stafnensis, auf den Höhen und Hängen oberhalb des Sees , aber auch am Riegsee und dem Froschhausener See und vor allem drüberhalb am Murnauer Moos, dann passt das auch hier recht gut. Mit all den Blüten und Pflanzen, um die herum es surrt und summt und brummt und flattert, von Libellen über Falter, Bienen und Hummeln und andere Insekten. Ein Buch, das mich Jahrzehnte begleitet.

Ebenso wie der älteste meiner Bären, der inzwischen in Kalendern der Grafikwerkstatt Bielefeld als Model seinen Platz ebenso wie an anderen stellen gefunden hat und den es viele Jahre vor den beiden kleinen Fellrackern gab und noch immer gibt, die durch viele Fotoserien und gar Bücher tollen und auf Post- und Geburtstagskarten und Puzzlekarten und allerlei ander „Jobs“ bekamen. Nicht im Traum wäre mir eingefallen, dass ich einst mit Bären und Fotos von ihnen eine weitere berufliche Tätigkeit neben meinem eigentlichen Beruf ausüben würde, als ich in jenem und anderen Bärenbüchern als Kind las oder meinen ältesten Stoffbären als Spielzeug, als Kuschelbären ebenso liebte, wie er natürlich überall mit mir hinreiste.

Im Leben hätte meine Fantasie nicht gereicht, um mir das vorzustellen. So gern ich malte, las und Freude an Bären und Büchern hatte. Rückblickend schmunzeln macht es, wenn ich heute durch das Buch blättere. Und noch immer erstaunt bin, dass heute meine Bärchen und meine Fantasie für Bilder mit ihnen von anderen geteilt wird. Und nicht nur zwischen Buchdeckeln und Buchhandlungen und Büchereien zu finden ist, die für mich selbst als Kind Welten und Paradies bedeuteten. Und mir so langsam erst bewusst wird, dass neue Bücher nun mit diesen und deren Leben gefüllt wurden und werden. Und – ich gebe zu – es macht ganz leise lächeln.

Manchen Büchern sieht man an, an Ecken und Kanten, dass sie schon durch mehr als eine Hand gingen, geliebte, gelesene, gelebte Bücher, die mit Menschen und Kindern und Kindsköpfen unter den ersten wie den zweiten lebten und leben.

Mein grosses Teddybuch von Helene Weilen (Südwest Verlag München, Einband und Illustration Anny Hoffmann, 1961 Verlagsbuchhandlung Julius Breitschopf jun. Wien) gehört dazu, der Buchrücken wurde irgendwann mit grauem Isolierband langfristig haltbar „repariert“ und vor den Altersfolgen geschützt. Und hat seinen Platz seit ich denken kann in meinem Buchregal. Wurde gelesen und später meinem Sohn vorgelesen.

Und von ihm gelesen und gelegentlich blättere und lese auch ich wieder gern darin. Der hübschen Geschichten wegen, der zauberhaften Illustrationen wegen ebenso. Die zu eigenen Bildern anregten, mit Bunt- und Filzstiften und Bleistiften. Zu nicht wenigen Bildern, die in Poesiealben von Schulkameradinnen landeten. Mein Buch ist in grünem Aussenband. Ein zweites solches Kinderbuch von Helene Weilen mit orangefarbenem Einband und weiteren Geschichten („Mein grosses Igelbuch“) gab es auch – das aber gehörte der jüngeren Schwester und dort wird es wohl heute noch stehen.

Welche Ihrer Kinderbücher besitzen Sie noch?

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