Ralph Giordano – zum Tode des Autors

Ralph Giordano, Wird Deutschland wieder gefährlich? Kiepenheuer & Witsch

Ralph Giordano, Wird Deutschland wieder gefährlich? Kiepenheuer & Witsch

Der jüdische Publizist Ralph Giordano ist nach Bestätigungen einer Sprecherin seines Verlags am Mittwochmorgen im Alter von 91 Jahren gestorben. Der am 20. März 1923 in Hamburg geborene Sohn einer Jüdin hatte den Holocaust nur knapp überlebt und den „Kampf gegen Rechts“ zu seinem lebenslangem Thema gemacht. Viele seiner 23 Bücher wurden auch im Ausland Bestseller. Darunter auch seine autobiographische Familiensaga „Die Bertinis“, die 1988 für das ZDF verfilmt wurde. Zu den bekanntesten seiner Werke gehören unter anderem „Die zweite Schuld oder von der Last ein Deutscher zu sein“ und „Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte“. „Die Bertinis“ wurde zum Bestseller und 1988 für das ZDF verfilmt.

Ralph Giordanos Buch „Wird Deutschland wieder gefährlich? – Mein Brief an Kanzler Kohl – Ursachen und Folgen“ erschien 1993.
Als Ende November 1992 eine Welle rechtsextremistischer Gewalt in Deutschland mit den drei türkischen Opfern von Mölln einen neuen Höhepunkt erreicht hatte, war die Jagd auf Ausländer und Juden eine erneute Angst, da auch jüdische Menschen und Einrichtungen bedroht worden waren. In dieser Situation schrieb Ralph Giordano an Bundeskanzler Kohl, in dem er ankündigte, Juden in Deutschland würden nach dem Verlust des Glaubens und der Hoffnung auf wirksamen Schutz für sich und ihre Familien dazu übergehen, sich und diese nun aus eigenem Antrieb zu schützen – Selbstbewaffnung inklusive. Niemals wieder würden Überlebende des Holocaust ihren Todfeinden wehrlos gegenüber stehen.

Die danach einsetzende öffentliche Resonanz auf diesen Brief in Medien und Zuschriften an Giordano beschrieb er als Zeichen, den zentralen Nerv der Zeit getroffen zu haben. Die Folgen waren neben perspnlichen Beschimpfungen und Bedrohungen, aber auch Zustimmung zu seiner Meinung, so dass er diese Resonanz auch als Indikator für eine Entwicklung bezeichnete. In seinem Buch befasste er sich damit und den Wahlerfolgen von Rechtsextremisten und stelle nach den damaligen Ereignissen von Hoyerswerda, Mölln und Solingen die Frage:

„Wird Deutschland wieder gefährlich?“

Selbst 20 Jahre später scheint diese Frage aktueller denn je, blickt man nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa auf das Problem.

Sie können das Buch bei mir erwerben, das ich bereits vor einigen Wochen nach meinem Umzug aus Platzgründen zum Verkauf angeboten habe.

Ralph Giordano, „Wird Deutschland wieder gefährlich?“ Kiepenheuer & Witsch.

Es ist einmal gelesen, daher „gebraucht“, aber in sehr gutem Zustand und enthält ausser meinem Namenseintrag auf dem ersten Innenblatt des Buches keine Gebrauchsspuren. Der Verkauf erfolgt als Privatverkauf aus meinem Privathaushalt (Nichtraucherhaushalt, keine Haustiere). Sie können es entweder hier bestellen oder gern bei mir persönlich erwerben und erhalten es nach Wunsch zugeschickt oder können es gern (zu vereinbartem Termin, damit Sie mich antreffen) abholen.

PS: Zum Thema Namensvermerk: Ich habe im Allgemeinen nicht vor, meine Bücher wieder zu verkaufen, aber – auch da ich früher jedenfalls Bücher an Schul-, Studien- und andere Freunde oder auch Kollegen zum Lesen verlieh, die nicht alle immer so zuverlässig mit der Rückgabe oder dem Wewiterverleihen etc waren  – die Gewohnheit, meine Bücher mit einem Namenseintrag zu versehen; Gelegentlich auch enthalten Bücher den Vermerk, wer es mir geschenkt hat. Insider wissen, wie sehr ich Menschen dankbar von jeher war, die meiner unstillbaren Leselust Futter schenkten. 🙂

Sofern der eine oder andere solcher Vermerke bei Büchern, die ich nun doch verkaufe der Fall ist, wird das IMMER bei den Angeboten vermerkt. Wer Bücher für sich selbst kauft, stört sich daran vielleicht nicht, aber falls Sie es weiterverschenken wollen, KANN (muss ja nicht, aber KANN) das für Ihre Kaufentscheidung ja einen Unterschied machen.

Eine Bekannte sprach mich unlängst darauf an, dass ich doch derlei nicht vermerken müsste, schliesslich sei in Zeiten, in denen Bücher zur freien Mitnahme in Telefonzellen oder anderen Plätzen oder sonst weitergetauscht und verkauft werden üblich und alltäglich geworden ist, so ein Vermerk bei Liebhabern der Idee des Tauschens oder „Freilassens“ von Büchern ja vielleicht sogar ein „Gütezeichen“ für ihre Haltung zu dem Thema. Das mag sein – aber zum Einen finde ich es nur fair, darauf hinzuweisen, dann mag jeder es selbst entscheiden. Und zum Anderen ist es bei Käufern des Buches, die es verschenken wollen, bei zu verschenkenden Büchern eben nicht Jedersmann’s Geschmack, den Vorbesitzer namentlich vermerkt zu finden. So – haben SIE die Wahl. Und wenn es IHNEN ebenso wie mir Freude macht, zu wissen, von wem das Buch zu Ihnen kam, eh bien……….umso netter.

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2 Gedanken zu “Ralph Giordano – zum Tode des Autors

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