Die bayerischen Universitätsbibliotheken und ihre gemeinsame Plattform

Lesefutter, Bildungshunger © Liz Collet

Lesefutter, Bildungshunger © Liz Collet

Kennen Sie schon die neue gemeinsame Plattform der bayerischen Universitätsbibliotheken? Diese ging im Rahmen des Bayerischen Bibliothekstages 2014 in Rosenheim online. Die Website der bayerischen Universitätsbibliotheken informiert nicht nur über Historisches der Bayerischen Universitätsbibliotheken, sondern auch über die Rolle der Universitätsbibliotheken im Wissenschafts- und Forschungsbetrieb und richtet sich an die wissenschaftlich interessierte Öffentlichkeit, Politik, Presse, Studierende, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen.

Im Freistaat Bayern gibt es derzeit elf Universitätsbibliotheken, von denen jede einzelne eine interessante und prägende Geschichte aufzuweisen hat, die vielen nicht bekannt ist:

Die älteste bayerische Universitätsbibliothek ist diejenige der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), deren Anfänge bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen. Erst im 17. Jahrhundert gründete sich die Universitätsbibliothek in Würzburg. Es folgten im 18. bzw. 19. Jahrhundert die Entstehung der Universitätsbibliothek in Erlangen und der Universitätsbibliothek der Technischen Universität München (Gründung 1868).

Erst Mitte der 1960er Jahre entstanden dann zahlreiche neue Universitäten in Bayern, deren Universitätsbibliotheken durch das sog. einschichtige Bibliothekssystem gekennzeichnet sind. Diesem ist eigen, dass alle Teilbibliotheken einer zentralen Leitung und Verwaltung unterliegen, während die älteren Universitätsbibliotheken in Bayern durch das Bestehen eigenständiger Instituts-, Fachbereichs- und Seminarbibliotheken gekennzeichnet sind, dem sog. mehrschichtigen Bibliothekssystem.

Die erste dieser Reihe der bibliothekarischen Neugründungen war die Universitätsbibliothek Regensburg (Gründung 1964), die mit ihrem einschichtigen Bibliothekssystem Vorbildcharakter bis über die bayerischen Landesgrenzen hinaus einnahm. Es folgten Augsburg (1970), Bamberg (1973), Bayreuth (1973), die Universitätsbibliothek der Bundeswehr München (1973), Passau (1978) und Eichstätt (1980). Auch die zu den ersten Universitätsbibliotheken zählende  der Technischen Universität München hat sich ab Mitte der 1990er Jahre grundlegend umstrukturiert und zählt heute ebenfalls zu den einschichtigen Bibliotheken.

Die Bibliotheken sind „mit der Zeit gegangen“ und haben in den letzten Jahrzehnten ihre Angebote angepasst, zu denen auch die neuen Kommunikatinswege via Social Media zählen.

Wissen Sie beispielsweise, was alles die Universitätsbibliotheken in Bayern tun – ausserhalb ihrer vermeintlich blossen Funktion für Studierende und Hochschullehrer? Moderne wissenschaftliche Bibliotheken bieten und leisten mehr als das.

Hierüber informiert die neue Plattform mit der neuen gemeinsamen Website. Sie gibt neben der Zusammenstellung der Universitätsbibliotheken auch Infos zum Service der bayerischen Universitätsbibliotheken; zu diesem gehören neben gedruckten Büchern und Zeitschriften ein breites Spektrum an elektronischen Büchern, Zeitschriften und Datenbanken an, das sie zu sog. „Hybridbibliotheken“ macht. Zu den grundlegenden Änderungen gehören auch die Bereiche der  Digitalisierung, Open Access, Fernleihe und Teaching Library (mit umfangreichen Schulungsprogrammen) sowie das Konzept der Bibliothek als Lernort

Information und Bildung sind zentrale Ressourcen für die soziale und ökonomische Entwicklung. Die Universitätsbibliotheken in Bayern bieten mit ihren historischen Buchbeständen traditionelle Dienstleistungen und entwickeln neue Services wie die virtuelle Forschungsumgebung.

Diese und weitere Informationen zum Netzwerk HIER.

Bild: Lesefutter, Bildungshunger © Liz Collet

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