Der Büchermord {Ich habe kriminelle Neigungen}

Alle gegen einen © Liz Collet

Alle gegen einen © Liz Collet

Zeit für Geständnisse. Nicht dass wir uns missverstehen – bei den kriminellen Neigungen. Ja, es ist zwecklos, DAS zu leugnen, also die habe ich:

Bei Büchern. Cineastisch. Beim TV…..*hüstel*—– ausgeprägte, sogar. I’ve to confess. Über Aus-, Ein- und andere Prägungen gibt es heute noch mehr zur  Crime Time, dazu gleich.

Ansonsten…….bleibe ich auf der §§-zwirbelnden Seite des Themas. Aber Passion für Crime Time – da kommen wir um diesen Beitrag nicht herum: Der Büchermord

„Grossartig – ein Buch als Mordwaffe, das hatte ich in meinem ganzen Pathologenleben noch nie!!!!“

Das JUCHU im Ton ist überschäumend, Begeisterungsstürme aus dem Munde eines Pathologen. Dagegen ist mein schwarzer Humor (fast, aber nur fast) ein Waisenknäblein.
Sie werden den Satz heute hören, wenn in der Bibliothek des Historischen Instituts der Universität Köln der Student Nico Baader tot aufgefunden sein wird.
In dessen Mund stecken Seiten aus einem Fachbuch, das neben der Leiche liegt. Getötet wurde er, indem jemand ihm ein anderes Buch gegen den Hals drückte. Der für mörderische Tatwaffen aus dem Buchregal so ungemein begeisterungsfähige Dr. Kraft findet heraus, dass die literarische Mordwaffe nicht mit dem Buch identisch ist, das bei Baaders Leiche gefunden wurde.

Die Spurensuche beginnt und führt zu der Historikerin Julia Stein, die sich vor kurzem auf eine Professur am Institut bewarb, nach Plagiatsvorwürfen aber aus dem Rennen war. Es stellt sich heraus, dass es Nico Baader war, der sie in einem anonymen Blog des Plagiats beschuldigte. Die Spur führt weiter zu dessen Vorgesetztem und Institutsleiter Professor Färber; der behauptet, nichts davon gewusst zu haben. Julia Stein hat ihn jedoch in Verdacht eines Racheaktes, weil er ihr vor ihrer Bewerbung nachgestellt und sie ihn abgewiesen hatte. Färber widerspricht dieser Darstellung und wird dabei von seiner Frau, Dagmar Färber, unterstützt. Weitere Mordverdächtige säumen die Szenerie, die hie und da hübsch bibliothekarisch die Handlung umrahmt. So etwa der Student Linus Ellrich der mit Baader um eine Stelle als Färbers Assistent wetteiferte. Und die Studentin Sarah Schiller, welche mit Nico Baader befreundet war, jedoch eine Affäre mit Färber begann in der Hoffnung auf Vorteile um eine Stelle. Und dann ist da noch Dagmar Färber, die Ehefrau des Professors, die scheinbar auch in die Querelen verwickelter ist, als sie zugibt.

Ein hübsches Ringelspiel der Spurensuche, rund um Bücher als Waffen.

Waffen nicht nur in körperlicher Form des Einsatzes, wenn es um den Hals und gegen die Sängerhalle gedrückt geht.

Sondern auch als Waffe für Intrigen, karrierefördernde oder -zerstörerische Plagiatsvorwürfe, die je nach Zeitpunkt und Art des Einsatzes auch be- wie entlastend und vernichtend wirken können.

Und die somit zur Tatwaffe bei Taten gegen Leib und Leben und wenn es um Kopf und Kragen geht geraten können.

„Der Büchermord“, SOKO Köln, heute ZDF, 18:05 Uhr. Und HIER bereits in der Mediathek.

Btw…es gibt natürlich ein Historisches Institut der Universität zu Köln. Die hat auch eine Website hier. Ob Sie dort Bilder aus den Bibliotheken finden? Und von und aus den Räumen, welche Drehort der Folge waren? Versuchen Sie Ihr Glück. Bonne Chance!

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