Wie erklärt man umgekehrte Proportionalität? {Und warum dazu ein Flokati nützlich wie schädlich zugleich sein kann}

 © Liz Collet

© Liz Collet

Wie man die erklärt – umgekehrte oder reziproke Proportionalität?

Wir guggten bei sowas in ein Lexikon, heute googelt man, kaum jemand fragt den Buchhändler. Mathelehrer können es erklären. Sollten es erklären können. Und nun wissen Sie, in welchen Büchern Sie die Antwort finden müssten.

Manchmal müssten es auch Juristen beantworten können. Die nuscheln dann Worte wie „au contraire“. Wenn sie es nicht können. Oder „argumentum e contrario?“ mit einem halb fragendem Subton und bissi irritiert blinzelndem Blick.

Dabei ist es im Alltag ganz einfach, zu lernen und an Beispielen zu erklären:

Wenn Sie wissen, was für ein Teil oben im Bild zu sehen ist, wissen Sie wie gross selbiges Teil ist.

Und welches Ausmass mein Fluchen seit heute frühmorgens einnahm, weil das Teil auf dem (eigentlich nicht mal SOOOOOO dicken) Teppich nicht mehr zu sehen war, auf welchen zu fallen das Teil Gefallen gefunden hatte. Wo ich es dann stundenlang suchend so leicht nicht wiederfand. Ich kann heilfroh sein, dass die Zeiten von Flokatiteppichen, an denen meine Eltern in drei Zimmern Gefallen gefunden hatten, lange hinter uns liegen. Und damit nicht nur wöchentliche Reinigung auf der Teppichstange und alle paar Wochen Waschen der Teppiche und Aufhängen selbiger vom Wasser triefend schwerer Teppiche mit Flusen nach unten über mehrere Reihen von Wäscheleine gelegt (nicht hängend!). Was bei Teppichen mit einer Grösse von 4×5 m schon zu zweit eine Wuchtaufgabe de Luxe war. Und immer an mir allein hängen blieb. Ebenso wie unzählige Flusen in den Haaren und an der Kleidung, vom Aufhängen, Klopfen, Abnehmen des Flusenmonsters.

Sie ahnen, warum ich seit Studienzeiten andere Teppiche oder Parkett LIEBE! Und Flokati mir nicht mal in einem Iglu am Nordpol je wieder auf meinen Pelz rücken darf.
Der wunderbar warme Teppichboden in der Stube meiner kleinen Lindenburg ist pflegeleicht und nicht flusig oder schon gar kein Flokatibermudadreieck für kleine Gegenstände.

Aber je kleiner ein Teil, desto öfter krabbeln Sie auf allen Vieren und mit Taschenlampe (Hoffnung auf Reflektion glänzender Gegenstände im Miniformat) über den Teppichboden und desto öfter zelebrieren Sie alle Ihnen bekannten hübschen Flüche rauf und runter. Wenn man ein paar Fremdsprachen zufällig beherrscht, lässt sich die Liste der Flüche verlängern, bei denen Dialekte mehr als dialektische Fähigkeiten weitere Schätzchen temperamentvoller Ausdrucksfähigkeiten und Ausdruckspotentiale offenbaren und bieten können.Wenn man Glück hat, hat man wiedergefunden, was man suchte, bevor einem die Flüche in allen Dialekten und Sprachen auszugehen drohen. Für Wiederholungen gibt es das Fernsehen, die Sprache sollte vielfältiger und abwechslungsreich lebbar sein. Auch in Flüchen.

DAS ist ein Beispiel für umgekehrt proportional.

Wenn Sie jetzt wissen, was das für ein Teil ist, ahnen Sie WIE umgehrt porportional viele und prächtige Flüche ich heute übte.
Bis ich das verfl…. Teil wieder hatte. Bevor Sie nun hämisch kichernd etwas von „Zeit für Brille?“ anmerken, sei Ihnen entgegnet: „Schön wär’s, aber ich gehöre zu der Kategorie Mensch mit Adleraugen, der mit zunehmendem Alter bestenfalls längere Arme und eine gelegentliche Sehhilfe für minimale Weitsicht braucht.“ Es liegt an der Wönzögkeit mancher Gegenstände, die sich fies dafür eignen, überall verschwinden zu können, wenn sie nicht grad da sind, wo sie hingehören.

Wenn Sie noch nicht erraten haben, wo so ein Teil EIGENTLICH hingehört und stecken sollte, anstatt sich selbst in flokatifreien Zonen prächtig versteckt zu halten, dann fassen Sie sich mal ans Ohrläppchen und rubbeln Sie daran. Das stärkt nicht nur die Konzentration, sondern lässt auch vermutlich bei Ihnen was fallen.

Einen Groschen, nämlich. 😉

Wissen Sie auch, wie das Teilchen heisst? In diesem Fall ist es eigentlich nicht mal so schwer, seinen Namen zu erraten, wenn man weiss, wozu es verwendet wird, es ist nicht einmal ein branchentypischer Begriff, der nur selbiger bekannt wäre.

Mit anderen Dingen ist es oftmals schwieriger, deren Namen die meisten nicht kennen, obwohl es sich um ganz und gar alltägliche Gegenstände handelt und auch um solche, deren Namen erst und deswegen aus der Alltagssprache verschwinden, weil sie nicht mehr gebraucht werden – die Gegenstände und die Begriffe. Die vermeintlich namenlosen Dinge. Dazu einer der nächsten Posts.

Und PS: NEIN, die Sache mit dem Staubsauger und dann den Beutel durchsuchen, mache ich bei sowas nicht mehr. Mit der Methode ist Pasta Man unlängst im Bermudadreieck gesucht worden und wird nun in den Untiefen des Staubsaugersystems auf typisch männlicher Expedition im Forscherdrang vermutet. Nachdem selbst sieben und gesiebte Suchen des Staubsaugerbeutelinhalts erfolglos blieben. Noch lasse ich ihn nicht für tot erklären. Aber nach dem nächsten Staubsaugerbeutelwechsel ….. werde ich die Witwe wohl mal fragen, ob sie sich nicht einen anderen Herrn aussuchen möchte. Bei aller Pietät – aber die Fotoserien mit den Little Consumers müssen ja weiter gehen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s