Franz Marc Jahr 2016: Ausstellungstrilogie im Franz Marc Museum

Franz Marc, Veranstaltungsnotiz, Lesung, Briefe aus dem Feld

Veranstaltungsnotiz © Liz Collet

Am 4. März 2016 jährt sich der Todestag Franz Marcs zum 100. Mal. Mit zahlreichen Veranstaltungen und drei wichtigen Ausstellungen feiert das Franz Marc Museum in Kochel am See die Erinnerung an den Maler, der zu den bedeutendsten Künstlern des deutschen Expressionismus gehört.

Drei seiner Hauptwerke werden aus diesem Anlass als Leihgaben aus großen Sammlungen in Europa und USA im Museum zu sehen sein im Rahmen der

Ausstellungstrilogie – Franz Marc – Zwischen Utopie und Apokalypse

1.

Das arme Land Tirol
06. März – 05. Juni 2016

»Das arme Land Tirol« gehört zu den bedeutendsten Werken Marcs. Es entstand Anfang 1913, in einer Zeit, in welcher der Maler optimistisch Pläne schmiedete. Dennoch ist diese, durch eine Tirolreise Marcs inspirierte Landschaft von unerklärlicher Melancholie und vager Bedrohung geprägt, einer Stimmung, die auch parallel entstandene Skizzen und Aquarelle zum Ausdruck bringen und die wie eine Ahnung des bevorstehenden Ersten Weltkriegs scheint.

Franz Marc |Das arme Land Tirol | 1913
Öl auf Leinwand, 131,1 x 200 cm, Solomon R. Guggenheim Museum, New York, USA, Solomon R. Guggenheim Founding Collection

2.

Weidende Pferde IV
12. Juni – 11. September 2016

»Weidende Pferde IV« markiert den endgültigen Schritt zur Tierdarstellung als dem zentralen Anliegen von Franz Marc. Es gelingt dem Maler, durch das traditionelle Kompositionsmuster die Empathie mit dem Tier aufzurufen und darüberhinaus die Farbe als autonomes Bildmittel von ihrer nur repräsentativen Funktion zu lösen. In der Ausstellung wird dieser Weg Franz Marcs zu einer »Animalisierung« der Kunst nachvollziehbar.

Franz Marc| Weidende Pferde IV| 1911
Öl auf Leinwand, 121 x 188 cm, Harvard Art Museum/ Busch-Reisinger Museum, Cambridge, USA, Vermächtnis in Erinnerung an Paul E. und Gabriele B. Geier

3.

Kämpfende Formen
19. September 2016 – 15. Januar 2017

Kurz vor seinem Aufbruch in den Ersten Weltkrieg malte Franz Marc »Kämpfende Formen«. Dieses abstrakte Werk wurde auch symbolisch gedeutet, als der Kampf zweier gegensätzlicher Kräfte, die als gut und böse oder als materiell und spirituell gesehen wurden. Die Parallelität von abstrakt und gegenständlich gilt nicht nur für Marc, sondern auch für die tendenziell abstrakten Werke Klees und Kandinskys, wie die Ausstellung zeigen wird.

Franz Marc |Kämpfende Formen | 1914
Öl auf Leinwand, 91 x 131,5 cm
Bayerische Staatsgemäldesammlungen München

Franz Marc Museum
Kunst im 20. Jahrhundert
Franz-Marc-Park 8-10
82431 Kochel am See
T 08851-92488-0
F 08851-92488-15
info@franz-marc-museum.de
www.franz-marc-museum.de

Quelle: Franz Marc Museum

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