Wenn Ihre Kunden was mit nackter Oma oder toten Wanderen (oder umgekehrt?) suchen….

© Liz Collet

© Liz Collet

….dann mögen das auf den ersten Blick verwirrende und wenige Angaben sein, die der Kunde Ihrer Buchhandlung Ihnen liefert, um Ihnen zu ermögliche, ihm den Buchwunsch zu erfüllen.
Aber Buchhändler mit Passion für Beruf, Buch und Kunden schreckt das mitnichen ab – au contraire.

So wie die Buchhändlerin  Petra Sperlich aus Thale (Harz), die für den Kundenwunsch natürlich suchte und fündig wurde und den satirischen Wegweise zur Abholung für den Kunden besorgte und bereit hält, der den Titel „Warum die Sachsen-Anhalter nackt wandern und ihre ’Tote Oma’ lieben…“ trägt.

Für ihre Kunden macht die Inhaberin der kleinen Buchhandlung „Am Bodetal“ (fast) alles – und das bereits seit 1997. Unlängst wurde ihr Engagement gewürdigt. Sie erhielt kürzlich eine Auszeichnung beim erstmals vergebenen Deutschen Buchhandlungspreis – und das als einzige Ladenbesitzerin in ganz Sachsen-Anhalt. Gewürdigt wurden bei dem Wettbewerb kleine, inhabergeführte Läden mit besonderen, innovativen Konzepten (siehe „108 Auszeichnungen…“).

Mit der Auszeichnung werden seit 2015 kleinere, inhabergeführte Buchhandlungen ausgezeichnet, die innovative Geschäftsmodelle verfolgen. Bundesweit wurden 108 Preise vergeben, davon waren 100 mit 7.000 Euro dotiert, fünf mit 15.000 und drei mit 25.000 Euro. Verliehen werden die Auszeichnungen von Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Partner der Auszeichnung sind der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Kurt Wolff Stiftung.

Die Zahl der Buchhandlungen in Deutschland liegt nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels bei 6 000. Die Umsätze der Branche sind 2014 von 9,54 auf 9,32 Milliarden Euro gesunken. Der stationäre Buchhandel machte 49,2 Prozent der Umsätze und konnte seit 2013 wieder Marktanteile zurückerobern. Der Anteil des Internetbuchhandels sank derweil auf 16,2 Prozent.   

Ihre besondere Passion gilt Kindern, für die sie auch Vorlese- und Rezitatorenwettbewerbe mit Schulen veranstaltet und über die sie auch Eltern und Familien Bücher wieder näher ans Herz zu legen versteht, in deren Regalen daheim wenig Bücher zu finden seien.

Dass Petra Sperlich ihre Bücher auf nur 70 Quadratmeter Ladenfläche anbieten kann und auch noch Schreibwaren, Spielzeuge, Tee und einige Andenken wie die obligatorischen Hexen verkauft, macht den Charme ihres Geschäftes aus. „Das ist wie eine kleine Stube, die Leute sollen sich hier einfach wohlfühlen.“
In wenigen Wochen  wird sie  mit ihrem Laden wenige Meter weiter in neue Räumlichkeiten ziehen. Dort hat sie 20 Quadratmeter mehr Platz, den Umzug finanziert sie mit den 7.000 Euro Preisgeld. Tee und Kaffee will sie dort kostenlos anbieten, ebenso W-LAN. „Das soll dann ein richtiger Treffpunkt werden.“

Die ganze Geschichte dazu HIER.

Über eine Website verfügt die Buchhandlung zwar nicht, aber Aktuelles kann man hier finden (und werden ihre Kunden sicher auch persönlich immer erfahren)

Pressemeldungen dazu:

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